Aktuelles

Kampagne „100% für Beratung“

Am Mittwoch, den 10.10.2018 startete die Kampagne der BKSF (Bundeskoordinierung spezialisierter Fachberatung gegen sexualisierte Gewalt in Kindheit und Jugend) unter dem Motto: „100% für Beratung“. Der Bundesverband Frauenberatungsstellen und Frauennotrufe bff ist als Kooperationspartner der BKSF mit dabei und schließt sich den Forderungen an.

Die Kampagne wird bis Frühjahr 2019 laufen.

Die Kampagne „100% für Beratung“ macht sich für eine bessere Finanzierung und Anerkennung der Arbeit der spezialisierten Fachberatungsstellen stark. Dafür werden verschiedene Aktionen durch spezialisierte Fachberatungsstellen bundesweit durchgeführt, die zu sexualisierter Gewalt in Kindheit und Jugend arbeiten. Auch Dornrose e.V. wird sich an dieser Kampagne beteiligen.

Mit der Kampagne wird aus verschiedenen Perspektiven aufgezeigt, wie wichtig die Arbeit ist, die in den Fachberatungsstellen geleistet wird – für Betroffene, für Angehörige, ratsuchende Fachkräfte und unsere Gesellschaft. Berater*innen geben 100% im Einsatz gegen sexualisierte Gewalt – deswegen fordert die BKSF und auch wir von Dornrose e.V. als spezialisierte Fachberatungsstelle „100% für Beratung!“

Weitere Infos zur Kampagne sind auf der Kampagnenwebseite www.100pro-beratung.de online zu finden.

Digitale Gewalt

Wir freuen uns, dass unser Bundesverband Frauen gegen Gewalt e.V. – bff  Berlin – eine neue Plattform zur digitalen Gewalt online gestellt hat. Hier sind jede Menge Informationen zu unterschiedlichen Gewaltformen wie z.B. Cybermobbing, Cyberstalking, Doxing, Hatespeech usw. zu finden. Neben rechtlichen Interventionsmöglichkeiten sind dort auch viele Tipps und Infos zu Techniksicherheit zusammengestellt. Wie lege ich ein Stalking-Tagebuch an? Wie dokumentiere ich richtig? Wie schütze ich meine Privatsphäre auf dem Handy? Wie kann ich problematische Inhalte auf Facebook, Twitter, Instagram usw. melden? Hier der Link zur Seite.  

Pressemitteilung zum Internationalen Frauentag

#MeToo – Zeit, Verantwortung zu übernehmen
Für ein strukturiertes Vorgehen gegen Sexuelle Gewalt am Arbeitsplatz

Weiden| 08.03.2018 Öffentlichkeit ist wichtig, wenn es darum geht sexuelle Gewalt gegen Frauen und Mädchen zu thematisieren. Immer noch werden die Gewalt und ihre Folgen verschwiegen oder bagatellisiert, werden Täter gedeckt. Zu oft wird den Betroffenen nicht zugehört oder ihnen nicht geglaubt. #MeToo schafft noch immer Aufmerksamkeit für Gewalt, die viele Frauen erfahren.

Laut Studien erleben 60% aller Frauen in Deutschland sexuelle Belästigung, viele davon am Arbeitsplatz. In der Weidener Fach- und Beratungsstelle Dornrose e. V. gegen sexualisierte Gewalt an Frauen und Kindern werden betroffene Frauen auch zu diesem Thema beraten. Dazu sagt Elisabeth Scherb, Sozialpädagogin und Beraterin bei Dornrose: „Um gegen sexuelle Diskriminierung und Gewalt am Arbeitsplatz vorzugehen braucht es eine klare Haltung seitens der Unternehmensleitungen. Sie müssen Verantwortung übernehmen.“ Es braucht  zugleich funktionierende Strukturen, einen Plan, wie bei Vorfällen sexueller Belästigung vorgegangen wird. Wichtig sind auch präventive Maßnahmen und geschulte Ansprechpersonen und ein Wissen darum, wo Betroffene professionelle Unterstützung finden.

Elisabeth Scherb: „Es gibt Erfahrungen, welches Vorgehen bei Gewalt am Arbeitsplatz sinnvoll ist; es gibt Betriebe, die sich bereits auf den Weg gemacht haben. Und es gibt professionelle Fachberatung, die seit Jahrzehnten sexuell belästigte Frauen berät. Allerdings brauchen die Beratungsstellen deutlich mehr finanzielle und personelle Ressourcen, um im Bereich der Diskriminierung und sexuellen Belästigung am Arbeitsplatz umfangreiche Prävention leisten zu können“.

Das Thema gehört daher auch auf die politische Agenda. Damit klargestellt wird, dass der Schutz vor sexueller Gewalt am Arbeitsplatz keine freiwillige Leistung, sondern Pflicht der Arbeitgeber und Arbeitgeberinnen ist. Das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz muss endlich umgesetzt werden. Betriebe müssen ihren Pflichten zum Schutz der Beschäftigten nachkommen und Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen müssen ihre Rechte kennen.

Dolmetscherdienst „LingaTel“

Dornrose arbeitet seit einigen Monaten mit dem Telefondolmetscher-Service LingaTel zusammen. Für Besucherinnen, die nur über geringe Deutschkenntnisse verfügen, gibt es die Möglichkeit für ein Beratungsgespräch eine gerichtlich beeidigte Dolmetscherin telefonisch hinzuzuziehen. Durch die Verdolmetschung über die Lautsprecherfunktion des Telefons ist dann ein Beratungsgespräch in der von der Frau gewünschten Sprache möglich. Dieser Dolmetscher-Service soll dazu beitragen, noch mehr Frauen, die sexualisierte Gewalt erlebt haben, den Zugang zu gezielter Beratung zu ermöglichen.

Folgende Sprachen können wir in der Beratung anbieten:

  • Russisch
  • Polnisch
  • Rumänisch
  • Türkisch
  • Arabisch
  • Persisch (Farsi/Dari)
  • Amharisch
  • Französisch

Neu – Infoportal „Rituelle Gewalt“

Seit kurzem gibt es unter der Adresse www.infoportal-rg.de ein neues Infoportal zum Thema „Rituelle Gewalt“. Hier können sich Betroffene, Angehörige oder auch Fachkräfte weitere Informationen zu dieser Thematik, sei es Gerichtsurteile etc. einholen.

Benefizveranstaltungen Musik und Text

Die Community Musik und Text – Hilfe für Menschen und Organisationen – veranstaltet immer wieder Benefizkonzerte für wohltätige Zwecke.
Weitere Infos von Musik und Text finden Sie auf www.facebook.com/events/1730537413868967/

Zusammenfassung „Handbuch Schutzkonzepte sexueller Missbrauch – Befragungen zum Umsetzungsstand der Empfehlungen des Runden Tisches Sexueller Kindesmissbrauch“

Wir von Dornrose e.V., Fach-und Beratungsstelle gegen sexualisierte Gewalt in Weiden machen auf das Thema „Schutzkonzepte als Prävention vor sexuellem Missbrauch“ aufmerksam machen – ein Konzept, das in unseren Augen wichtig ist für Institutionen, die Säuglinge, Kleinkinder, Kinder, Jugendliche und Menschen mit und ohne Behinderungen betreuen.

Die Forderung zu dieser Maßnahme stammt von Johannes-Wilhelm Rörig, unabhängiger Beauftragter für Fragen des sexuellen Kindesmissbrauchs auf Bundesebene. Er betont, dass sich Einrichtungen und Organisationen durch die Installierung von Schutzkonzepten ihrer Verantwortung für dieses Thema stellen und zu Orten werden, an denen Kinder und Jugendliche vor sexuellem Missbrauch geschätzt sind und Hilfe finden!
Wir von Dornrose e.V. sehen in der Umsetzung dieses Appells eine große Dringlichkeit!

Die Inhalte des `Handbuches Schutzkonzepte sexueller Missbrauch – Befragungen zum Umsetzungsstand der Empfehlungen des Runden Tisches Sexueller Kindesmissbrauch´ sind hier einsehbar:

www.beauftragter-missbrauch.de/praevention/schutzkonzepte/#Verhaltenskodex

Eine Zusammenfassung über die wichtigsten Säulen dieses Konzeptes ist auf unserer Homepage unter dem Button Angebote/Schutzkonzepte zu finden.

Das Handbuch weist wiederholt auf die Wichtigkeit einer engmaschigen Vernetzung insbesondere mit spezialisierten Fach-und Beratungsstelle gegen sexualisierte Gewalt auf Kinderschutzfachkräfte in diesem Bereich hin.

Wir beraten bei Situationen von Bekanntwerden und bei Verdacht auf sexuellen Missbrauch und sind für alle von sexualisierter Gewalt Betroffenen, unterstützenden Angehörigen und Fachpersonal da.

Wir von Dornrose e.V. sind an einer intensiven Vernetzung zum Schutze von Betroffenen sehr interessiert und stellen zur Umsetzung der Inhalte des Schutzkonzeptes gerne unsere Fachkompetenz und langjährige Praxiserfahrung zur Verfügung.

Wir helfen bei der praktischen Umsetzung des Schutzkonzeptes, führen Elternabende und Schulungen der Mitarbeiter/innen durch. Wir arbeiten mit Fachkräften zusammen, die für die sexualpädagogischen Bereiche zuständig sind sowie mit Kursleiter/Innen, die mit didaktisch ausgearbeiteten pädagogisch ansprechenden Konzepten die Kinder und Jugendliche informieren und aufklären.

Beratung zu Leistungen aus dem „Fonds sexueller Missbrauch“ (Ergänzendes Hilfesystem)

Menschen, die in ihrer Kindheit oder Jugend sexualisierte Gewalt in der Familie erlebt haben und bis heute unter den Folgen leiden, können seit Mai 2013 Unterstützung durch den „Fonds sexueller Missbrauch“ beantragen.

Die Bundesregierung und manche Bundesländer haben dazu einen Fonds eingerichtet, den „Fonds sexueller Missbrauch“. Mit dem Geld, das dort liegt, können Therapien, Sachleistungen und Hilfsmittel bezahlt werden, die Belastungen verringern und die Lebenslage von Betroffenen verbessern sollen.

Das Besondere am „Fonds sexueller Missbrauch“ ist:
Es fördert genau solche Unterstützungsangebote, die von sogenannten anderen Leistungsträgern (zum Beispiel der gesetzlichen Krankenkasse) nicht oder nicht mehr bezahlt werden. Genaue Informationen dazu findet man auf der Homepage des Fonds: www.fonds-missbrauch.de unter „Antragsstellung“ > „Leitlinien zur Gewährung von Leistungen aus dem Fonds sexueller Missbrauch im familiären Bereich“.

Der Antrag zum „Fonds sexueller Missbrauch“ im familiären Bereich kann hier heruntergeladen werden.

Weiteres Informationsmaterial kann hier heruntergeladen werden.

Am „Fonds sexueller Missbrauch“ (Ergänzendes Hilfesystem) beteiligen sich auch manche großen Einrichtungen, wie zum Beispiel die evangelische und römisch-katholische Kirche. Allerdings verläuft das Bewilligungsverfahren dann etwas anders.

Menschen, die Unterstützung aus dem „Fonds sexueller Missbrauch“ (Ergänzendes Hilfesystem) beantragen wollen, können sich bei uns kostenlos beraten lassen. Unsere Beraterinnen haben professionelle Erfahrung in der Arbeit mit von sexualisierter Gewalt betroffenen Menschen und sind speziell zum „Fonds sexueller Missbrauch“ (Ergänzenden Hilfesystem) geschult.

Für weitere Informationen stehen wir Ihnen telefonisch unter der Nr. 0961 33099 Montag bis Freitag von 09:00 – 14:00 Uhr zur Verfügung. Gerne können Sie auch per Email – dornrose@arcor.de – mit uns Kontakt aufnehmen.

Ausstellungen

In den Beratungsräumen von Dornrose e.V. sind im Wechsel Ausstellungen mit verschiedenen Themenschwerpunkten, die sich auf die Arbeitsinhalte von Dornrose e.V. beziehen, zu sehen.

Interessierte Frauen, die ihre Werke in diesem Rahmen zeigen wollen, sind eingeladen, sich an die Mitarbeiterinnen von Dornrose e.V. zur Absprache zu wenden.

Die Ausstellungen können nach telefonischer Anmeldung (0961/33099) von Montag bis Freitag von 09:00 Uhr bis 13:00 Uhr bei Dornrose e.V. in der Goethestraße 7 besichtigt werden.

Termine

Neues Gruppenangebot
Dornrose e.V. lädt Frauen, die sexualisierte Gewalt erlebt haben, zu dieser offenen Gruppe ein. Die Inhalte der Gruppe beziehen sich auf Themen, die das Selbstbewusstsein stärken, die Hilfe zur Selbsthilfe anregen und so auch neue Lebensperspektiven entdecken lassen. Die Gruppe wird von einer Mitarbeiterin angeleitet.
Die Gruppe trifft sich 14-tägig immer montags von 16:00 Uhr bis 17:30 Uhr in den Räumen von
Dornrose e.V. in der Goethestraße 7 in Weiden.
Nächster Termin:  Montag, den 10. September 2018 von 16:00 bis 17:30 Uhr

Anmeldung
Falls Sie neugierig geworden sind und mehr wissen möchten, dann melden Sie sich doch einfach unter der Tel. Nr. 0961/33099 (Mo. bis Fr.: 09:00 Uhr bis 13.30 Uhr) oder Sie laden sich das Anmeldeformular und den Flyer herunter und senden uns dieses ausgefüllt per Email oder Post zurück.