Sexualisierte Gewalt von Mädchen und Jungen in Institutionen

Seit der Aufdeckung und Veröffentlichung von Fällen sexualisierter Ausbeutung von Mädchen und Jungen in kirchlichen und staatlichen Einrichtungen, u. a. Institutionen der Jugendhilfe, durch Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen, kommt Bewegung in ein lang bekanntes und vielfach lange Zeit kaum beachtetes Thema.

Mittlerweile haben sich unzählige Menschen an den Runden Tisch „Sexueller Kindesmissbrauch in Abhängigkeits- und Machtverhältnissen in privaten und öffentlichen Einrichtungen und im familiären Bereich“ des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend gewandt und über, mitunter weit zurückliegende, sexualisierte Übergriffe durch Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen in Heimen, Internaten etc. berichtet.

Hierbei wird die sexualisierte Gewalt in Institutionen nicht nur von Einzeltäter/-täterinnen verübt, sondern durch Tätergruppen. Es handelt sich in der Regel auch nicht um Einzeltaten. Vielmehr werden die gewaltbetroffenen Kinder von einem Täter (Täterin) zum anderen „weitergereicht“. So gaben im Rahmen einer Befragung 50 % der Schulen, knapp 70 % der Internate und mehr als 80 % der Heime an, in der Vergangenheit mit Formen sexualisierter Gewalt befasst gewesen zu sein.

Daher müssen Institutionen den Schutz der ihnen anvertrauten Mädchen und Jungen sicher stellen, in ihren Organisationsstrukturen verankern und dazu konkrete Handlungsrichtlinien integrieren.

Weiterführend möchten wir auf verschiedene Schriften zum Thema verweisen, die als PDF-Datei herunterladbar sind bzw. über einen Link aufgerufen werden können:

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